Blankenhains Stadtmauer

Die Stadtbefestigung von Blankenhain

Ein Rest der alten Stadtmauer am Schloss


Blankenhain war im Mittelalter eine gut befestigte Stadt, sie hielt sogar einigen schweren Angriffen stand. Wie viele Städte in dieser Zeit war auch das damalige Dorf Blankenhain mit Mauer, Wall und Wassergraben umgeben. Noch heute kann man die alte Stadtmauer in ihren Verläufen teilweise erkennen. Sie zog sich von der Westseite des Schlosses, an die sie unmittelbar anstößt, zunächst ein Stückchen in westlicher Richtung und ist heute noch gut erhalten. Der weitere Verlauf scheint an dieser Stelle unwichtig.

Insgesamt ergibt die Stadtbefestigung ein Rechteck was ca. 250 x 100 Meter einschließt. Eigentlich konnte man die Mauer nicht richtig als Schutzmauer ansehen, da sie nur aus Sandstein, welcher in der Nähe gebrochen wurde, erbaut und an der "Spitze" war sie gerade mal einen Meter dick. Weiterhin gab es nur wenige Wachtürme, doch der stabile Kirchturm der damals am höchsten
Ein Rest der alten Stadtmauer im Pfarrgarten
Punkt der Stadt stand war vortrefflich als Wachturm geeignet.
Es gab nur einen Eingang in die Stadt Blankenhain und dieser war in Richtung Norden (heute ist diese Stelle in der Nähe des Stadtzentrums).

Erst einige Jahre später wurden an verschiedenen kleinere Pforten eingerichtet und man brauchte somit nicht mehr durch das Haupttor zu gehen. Damit man aber dennoch nicht ohne weiteres in die Stadt eindringen konnte, umzog Blankenhain ein Wallgraben, sodas die Schutzmauer 4-5 Meter hoch war. Ausserdem war man durch das Wasser geschützt, da es um Blankenhain im Norden, Osten und Süden einen

Ein Rest der alten Stadtmauer im Pfarrgarten

Ring aus neun Teichen gab.

Leider sind bis heute nur zwei davon übrig geblieben. Rund um das Blankenhainer Schloß befanden sich drei große Teiche, deswegen könnte man sagen, daß das Blankenhainer Schloß fast eine Wasserburg war.


 


Quellennachweis: 700 Jahre Blankenhain
Textbearbeitung: Stefan Eberhardt
Photonachweis: Fred Ruppe