Der Name Blankenhain

Blankenhain - Woher kommt der Name?

Es gibt mehrere Vermutungen, welche nicht abzustreiten sind.
Urkundliche Namensformen der Stadt:

1252 Blankenhayn
1259 Blankenhagen
1266 BLANKENHAIN
1272 Blankenhan
1273 Blankehain
1331 Blanckenhain
1338 Blankinhayn

Der Name bedeutet "bei dem blanken Hain". Dr. Mitsche jedoch führt den Namen Blankenhain auf die Thüringer Pferdezucht zurück. Vorwiegend wurden Schimmel gezüchtet, die einen sehr guten Ruf genossen. Diese Schimmel wurden auch "Blanke" genannt. Diese Schimmel weideten am Hain, d.h. am Waldrand.

Als Heinrich, der letzte der alten Herren von Blankenhain, 1416 verstarb, ging Blankenhain in den Besitz der Brüder Ernst X. und Ludwig des I. aus dem Geschlecht der Grafen von Gleichen über.
Die Grafen von Gleichen gehörten im Mittelalter zu den mächtigsten Herren in Thüringen. Die Brüder nannten sich Grafen von Gleichen und Herren von Blankenhain. Unter ihrer Herrschaft wurde der Besitz bedeutend erweitert. Ludwig I. erwarb u. a. das Niederschloss Kranichfeld, wozu die Hälfte des damaligen Dorfes Kranichfeld gehörte, sowie Tannroda. Er erwarb auch das Marktrecht für seine Burgstadt Blankenhain. Zu dieser Zeit hatte Blankenhain etwa 300 Einwohner. Unter den Nachkommen Ludwigs I. ging es mit der Herrschaft bergab, hervorgerufen durch Erbstreitigkeiten, Erbteilungen usw. 1627 verstarb mit Graf Wolrab der letzte Graf von Gleichen-Blankenhain.

Durch die Schuldenwirtschaft der letzten Gleichengrafen war ein Teil nach dem anderen von der Herrschaft abgerissen und in die Hand von Sequestoren gelangt und wurde von diesem zum Teil weiter verhandelt. Die Untertanen hatten dabei kein Wort mitzureden. Sie wurden wie eine Sache mitverkauft. Bei dem häufigen Wechsel ihrer Herren wußten sie kaum recht, wem sie angehörten. Die Pfandinhaber waren natürlich bestrebt, auf ihr Geld, die Zinsen des Pfandschillings, zu kommen und nutzen die Herrschaft weidlich aus. Unverschämte Fronforderungen und schamlose Ausbeutung der hörigen Bauern waren die Folge.

Die Stadt selbst war Jahrhunderte lang in zwei Teile zerrissen. In dieser seiner Zerrissenheit wurde Blankenhain vom Dreißigjährigen Krieg überrascht. Kein Wunder, daß es da leichter Raub der plündernden Heere wurde. Blankenhain hatte in dieser Zeit schrecklich gelitten. Auch nach dem Dreißigjährigen Krieg wechselte Blankenhain wiederholt den Besitzer. Unter anderem gehörte es den Grafen von Mörsburg, den Grafen von Mandelslohe, den Grafen von Hatzfeld und dem Erzbischof von Mainz bis es 1802 in preußischen Besitz überging. Nach der napolionischen Fremdherrschaft war Blankenhain von 1806 bis 1813 französisch, dann wieder preußisch, bis es im Jahre 1815 endgültig weimarisch wurde.

 

 

 

Im Jahre 1817/18 wurde in Blankenhain das neue Brauhaus gebaut. Am 4. März 1818 konnte das erste Mal "Lagerbier" in ihm gebraut werden.

 

 

 

1929/30 entstand das "Vogtsche Haus". Erbauer war der Landkammerad Vogt, der damals Besitzer der Blankenhainer Porzellanfabrik war. Hinter dem Hause hatte er eine Parkanlage geschaffen, den heutigen Friedenspark, den er mit vielen seltenen Bäumen und Sträuchern bepflanzen ließ, die heute unter Naturschutz stehen.


Impressum:
Quellennachweis: 700 Jahre Blankenhain
Photonachweis: Fred Ruppe