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Alt- und Neudörnfeld

Die Gemeinden Alt- und Neudörnfeld liegen etwa 2,5km südöstlich von Blankenhain entfernt.
Die Ortschaften zählen zu den ältesten Orten der Einheitsgemeinde Blankenhain, sie wurden im Jahre 860 erstmalig erwähnt. Die beiden Ortsteile Altdörnfeld und Neudörnfeld liegen nur etwa einen Kilometer voneinander entfernt. Dörnfeld war eine keltische Siedlung die auch den alten Namen "Thurnifeld" führte, was etwa Dürren = kleines Haus, auch Berg, Wald also "Kleinhausfelden" bedeutet. Der Name "Thurnifeld" bedeutet aber auch "Feld mit Dornenbüschen". Diese frühe Erwähnung ist allerdings bei den relativ ungünstigen Bodenverhältnissen erstaunlich, doch wird auch Rottdorf zur selben Zeit genannt. Dem frühmittelalterlichen grundherrlichen Besitz Fuldas folgte im 12.Jahrhundert der Besitz des Grafen Wichmann und des von ihm gegründeten Klosters Kaltenborn bei Sangerhausen. Seit dem 13.Jahrhundert ist auch der Besitz der Grafen von Weimar-Orlamünde nachweisbar.

Das kleinere und jüngere Neudörnfeld wurde erstmals 1120 in der Urkunde des Bischofs Reinhard von Halberstadt genannt. Neudörnfeld wurde früher als Klein- oder Wenigendörnfeld bezeichnet und ist von slawischen Ursprung. Es war schon 1486 wüst, als Altdörnfeld aus 10 Bauernstellen bestand. Beide Orte gehörten zur Herrschaft Blankenhain, nachdem sich der Besitz der Herren von Blankenhain durchgesetzt hatte.
In Neudörnfeld wurde 1523 eine Schäferei und 1730 ein Freigut erwähnt, um das sich noch im 18.Jahrhundert die heutige Siedlung bildete. Beide Orte bildeten seit 1850 eine Gemeinde, zunächst unter dem Namen Altdörnfeld, seit 1880 Altdörnfeld mit Neudörnfeld, ... und seit 1952 mit der heutigen Bezeichnung Alt- und Neudörnfeld. Beide Orte lebten ausschließlich von der Landwirtschaft, die hier hauptsächlich in großbäuerlichen Gehöften betrieben wurde. Doch war Großgrundbesitz nicht vorhanden.
Im 19.Jahrhundert wurde gute Bienenzucht betrieben. Im Ort waren in den Jahren 1802 2 und 1858 1 Handwerksbetrieb ansässig. Später war 1884 und im 20.Jahrhundert kein Handwerker mehr tätig. Eine Dorfschenke war vorhanden.

Erhebliche Zerstörungen traten im Dreißigjährigen Krieg auf, so daß zum Kriegsende nur 13 Prozent der Flur bewirtschaftet werden konnte. Im Jahre 1816 herrschte starker Typhus, dem ein Großteil der Bevölkerung erlag.
Die Kirche ist ein Barockbau mit einer Orgel aus dem 18.Jahrhundert. Sie war Filial von Blankenhain.
Ein altes Ortssiegel zeigt Ähren und das heutige eine Eiche.



Quellennachweis: -Der Landkreis Weimar - Eine Heimatkunde