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Lengefeld

 

Lengefeld
Kirche zu Lengefeld

Lengefeld liegt ca.3,5 km südlich von Blankenhain, direkt an der B85. Lengefeld ist im Ursprung eine keltische Siedlung. Diese keltischen Siedlungen wurden vor dem Jahre 500 angelegt. Der Name Lengefeld bedeutet soviel wie Lange = Haus, also Hausfelden. Im Jahre 1120 wurde Lengefeld erstmals in einer Urkunde des Bischofs Reinhard von Halberstadt für Kloster Kaltenborn bei Sangerhausen erwähnt. Es gehörte zunächst zu den Besitzungen des Grafen Wichmann und später zu denen des Klosters Kaltenborn. Später traten grundherrliche Rechte der Grafen von Gleichen, des Adelgeschlechtes von Lengefeld und des Klosters Oberweimar auf. Ursprünglich gehörte der Ort zur Herrschaft Remda, kam aber im 17.Jahrhundert durch Verpfändungen an die Herrschaft Blankenhain.

Das Dorf besitzt die Grundrißform eines kleinen Haufendorfes.
Eine Pfarrei wurde 1314 erstmals genannt. Die Kirche wurde im 13. oder 14.Jahrhundert als frühgotische Chorturmkirche errichtet. Dann fand 1764 ein völliger Neubau statt, der von dem Altbau im wesentlichen nur ein doppeltes Lanzettfensterchen an der Ostseite des Erdgeschosses und eine spitzbogige Sakramentsnische an der Chornordseite übrig ließ. Der eingezogene Chorturm mit strebepfeileartigen Stützen auf der Nord- und Südseite erhielt 1764 Achteckhaube und Laterne. Das Baujahr wird an der Wetterfahne des Turmes und am Schlußstein des Triumphbogens im Kircheninneren angegeben. Sie wurde 1833 eingezogen seitdem war die Kirche zunächst Filiale von Blankenhain, seit 1871 von Hochdorf.

Die Bewohner von Lengefeld lebten von der Landwirtschaft. Diese wies groß- und mittelbäuerliche Besitzstrukturen auf. Um 1610 gab es 14 Anspänner und Handfröner. Als Handwerk wurden außer Dienstleistungen für die Landwirtschaft im 18. und frühen 19.Jahrhundert auch Weberei als Bäuerliche Nebenbeschäftigung betrieben. Die Zahl der Handwerksbetriebe wurde 1802 und 1858 mit 8, 1880 mit 13 (davon 3 Weber) und 1930 mit 6 angegeben. Eine Windmühle wurde 1843 errichtet.

 

Fachwerkhaus in Lengefeld
Fachwerkhaus in Lengefeld

Die seit dem 18.Jahrhundert nachweisbare Schule hatte noch 1945 nur einen Lehrer.
Lengefeld lag direkt an der Kupferstraße, deshalb wird berichtet, daß der Ort schon sehr früh einen Gasthof besessen hat. Eine Dorfordnung wurde 1720 erlassen. Im Dreißigjährigen Krieg erlebte der Ort umfangreiche Zerstörungen. Im Jahre 1638 herrschte die "Pest". Auch im Siebenjährigen Krieg litt Lengefeld.

1995 wurde die Gemeinde Lengefeld 875 Jahre alt, was man groß feierte. Im gleichen Jahr feierte auch die Lengefelder Feuerwehr ihr 111.Jubiläum.
Beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" belegte Lengefeld 1997 den 1.Platz (Kreissieger).
Heute hat Lengefeld ca.210 Einwohner. Im Ort sind derzeit 2 Bautischlereien, 1 Handels- und Vertriebseinrichtung, 1 Pension, 1 Gasthaus und ein Fuhrunternehmen ansässig.

 

 

 

Bilder vom Umzug 875 Jahre Lengefeld

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Quellennachweis: -mit Unterstützung der Gemeinde Lengefeld
Photonachweis: -Fred Ruppe