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Loßnitz

Die Gemeinde Loßnitz liegt etwa 5,5km östlich von Blankenhain entfernt.
Der kleine Ort Loßnitz wurde erstmals 1378 als Lusenicz im Lehnbuch des Markrafen und Landgrafen Friedrich des Strengen genannt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und entweder als loznica = Weide, losnica = Ort mit Elchen oder als luznica = Sumpf abzuleiten.
Im Jahre 1642 lebten in Loßnitz 11 Personen.

Im Mittelalter gehörte Loßnitz zu der unter wettinischer Lehensherrschaft stehenden Herrschaft Remda der Grafen von Gleichen. Später bildete er ein Zubehör des Rittergutes Tromlitz. Die Bevölkerung trieb Landwirtschaft in groß- und mittelbäuerlichen Höfen. Es war auch ein größeres Gut als Freihof vorhanden (im Jahr 1884 hatte das Gut 140 ha), das aber noch im 19.Jahrhundert geteilt wurde. Handwerksbetriebe waren 1858, 1880 und 1930 nicht vorhanden, es gab aber im 19.Jahrhundert eine Gastwirtschaft.

Loßnitz war im 19. und frühen 20.Jahrhundert eine kleine Siedlung "wohlhabender, zum Teil reicher Bauern und deren Gesinde".
Kirchlich gehörte der Ort zu Niedersynderstedt, schulisch zu Söllnitz.
Das alte Gemeindesiegel zeigt drei Laubbäume.



Quellennachweis: Der Landkreis Weimar - Eine Heimatkunde