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Söllnitz

Die Gemeinde Söllnitz liegt ca. 6km östlich von Blankenhain entfernt.
Söllnitz wurde erstmals 1337 in einer Urkunde des Grafen Heinrich von Weimar-Orlamünde für Kloster Oberweimar als Selnicz genannt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und entweder von zelnica = Ort im Grünen oder von dem Personennamen Zel(e)n abzuleiten.
Im 14.Jahrhundert fand sich hier grundherrlicher Besitz des Grafen von Weimar-Orlamünde und des Klosters Oberweimar. Später gehörte Söllnitz zum Rittergut Niedersynderstedt.

Die Bewohner trieben Landwirtschaft, wobei groß- und mittelbäuerliche Besitzstruktur vorherrschte. Aber auch kleinbäuerlicher Besitz war vorhanden. Das Handwerk spielte dagegen nur eine untergeordnete Rolle. In den Jahren 1858, 1880 wurden je 2 und 1930 sogar 4 Betriebe angegeben.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort stark zerstört, 1642 konnten nur noch 9 Prozent der Ackerfläche bestellt werden.

Auch die Hochwasser der Magdel in den Jahren 1613, 1748, 1761 und 1845 brachten erhebliche Schäden.
Die Kirche des kleinen Ortes steht sehr niedrig in sumpfigem Gelände und ist, wie der gesamte Ort, "den wilden Wassern sehr ausgesetzt". Die Wetterfahne trägt die Jahreszahl 1787 und die Glocke wurde 1732 von Martin Rose in Apolda gegossen. Die Kirche war Filial von Niedersynderstedt.
Ein Lehrer ist seit 1650 nachweisbar. Das Brauhaus wurde 1804 zur Schule umgebaut, die auch für Obersynderstedt und Loßnitz zuständig war. Noch 1945 war nur ein Lehrer vorhanden.
Im Jahre 1926 hatte Söllnitz 119 Einwohner.
Auf einem alten Gemeindesiegel ist eine Tanne abgebildet.



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Quellennachweis: -Der Landkreis Weimar - Eine Heimatkunde