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Egendorf

 

Egendorf
Egendorf

Der Blankenhainer Ortsteil Egendorf liegt ca. 1km östlich von Blankenhain entfernt.
Egendorf war in seiner Gründung (nach 531) ein fränkisches Dorf. Im Jahre 1424 zu Blankenhain gehörend hatte der Ort 1486 noch 7 Grundbesitzer, die aber schon in Blankenhain wohnten. 1554 bestand nur noch eine Schäferei. 1663 wurde der Ort nochmals mit seinem alten Namen "Eichendorf" als ehemaliges Dorf genannt. Die Sank Niclas- Kapelle wird in einem Erbregister von 1486 erwähnt. Sie stand über dem "See" (Seeteich) in unmittelbarer Nähe des Dorfes Egendorf. Über ihre Entstehungszeit fehlt leider jede Nachricht. Ihr Name erklärt sich aus der Nähe des Seeteichs. Der heilige Nicolaus galt im Mittelalter als Patron der Schiffer und Fischer sowie der am Wasser lebenden Bevölkerung. Interessant ist der Zusammenhang mit der Wetterfahne der Rottdorfer Kirche zu sehen. Die Kapelle wurde 1530 schon nicht mehr erwähnt.

Anfang der 20er Jahre wurde das "Thür. Erziehungsheim in Egendorf" geschaffen. 1947 wurde in diesem Gebäude eine Kinderabteilung für tuberkulöse-Kinder gegründet.
Egendorf ist als Kinderheilstätte bekannt und eine bedeutende Einrichtung für Kindertuberkulose in der ehemaligen DDR gewesen.


Kurz vor Egendorf liegt das Naturschutzgebiet "Seeteich" in einer Größe von etwa 20 Hektar und mit einer Wasserfläche von etwa 5 Hektar. Es ist das größte natürliche Flächendenkmal des "Mittleren Ilmtals". Hier leben selten gewordene und geschützte Vogelarten und Lurchen. Rund um den "Seeteich" konnten bisher 42 Pflanzenarten nachgewiesen werden. Für die Naturfreunde wurde die Südostecke des Gebietes zugänglich gemacht und mit einem Hochstand sowie Informationstafeln versehen.

 

Rathaus Blankenhain
Seeteich mit Hochstand bei Egendorf




Quellennachweis: Gästeinformation der EHG Blankenhain
Photonachweis: Fred Ruppe