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Kleinlohma

 

Rathaus Blankenhain
Türmchen mit "Lutherglocke"

Die Gemeinde Kleinlohma liegt ca.4,5 km in einer Höhe von knapp 400 m von Blankenhain in nordöstlicher Richtung entfernt.
Kleinlohma wurde erstmals 1376 als Wenygen Lome in einer Urkunde des Herrn Ludwig und Heinrich von Blankenhain für Kloster Berka erwähnt. Der Ort war eine Siedlung slawischen Ursprungs, wie die Siedlungsform (Rundling) noch heute erkennen läßt. Die Besitzverhältnisse des kleinen Ortes waren kompliziert, weil er teils zur Herrschaft Blankenhain, teils zum Anteil des Amtes Weimar gehörte und dieser nochmals in zwei Patrimonialherrschaften unterteilt war. Die ökonomische Grundlage der Bewohner bildete die Landwirtschaft vornehmlich in groß- und mittelbäuerlichen Betrieben.

Im Dreißigjährigen Krieg, besonders 1637, wurde der Ort weitgehend zerstört.
Im Jahre 1905 wurde die Kirche von Kleinlohma abgerissen, nachdem sie schon seit Ende des 18.Jahrhunderts nur noch als Gemeindehaus genutzt worden war. Erhalten blieb aber eine Glocke mit der Inschrift: "1483 Maria". Im Volksmund heißt die Glocke aufgrund dieser Jahreszahl "Lutherglocke". Man hat der Glocke 1912 ein Türmchen gebaut, daß auch heute noch den Dorfplatz schmückt.

27 Personen zogen in den 2.Weltkrieg, 7 kehrten nicht zurück. Zerstörungen des Ortes gab es nicht, da sich die Luftangriffe auf Weimar, Erfurt und Jena konzentrierten. 1946 wurden 38 Umsiedler in Kleinlohma aufgenommen.
Am 1.Juli 1950 wurden die Gemeinden Kleinlohma und Großlohma als Gemeinde Lohma zusammengelegt. Schulisch und kirchlich gehörte Kleinlohma zu Großlohma.
1953 wurde die Trinkwasserversorgung für alle Anwohner gewährleistet (schon in früheren Zeiten hatte der Ort durch die Tieflage des Grundwassers, an Wassermangel zu leiden). Von 1955 - 1956 wurde an der Kanalisation des Ortes gearbeitet.

Das Gewerbe ist sehr schwach in Kleinlohma ausgeprägt. Zur Zeit gibt es keinen Gewerbebetrieb im Ort.


Quellennachweis: -mit Unterstützung der Gemeinde Lohma / Chronikmaterial von Franziska Prange
Photonachweis: -Fred Ruppe